Alban Gerhardt (Violoncello)

© Kaupo Kikkas


Gelobt für die “warme Kantabilität seines Spiels” (The Telegraph) bei den BBC Proms 2016, hat Alban Gerhardt seit 25 Jahren eine einzigartige Wirkung auf sein Publikum weltweit durch sein hohes Maß an Musikalität, seine überwältigende Bühnenpräsenz und seine nahezu unstillbare künstlerische Neugier. Seine Gabe, bekannte Werke in neuem Licht erscheinen zu lassen und sein Appetit, neues Repertoire aus den vergangenen Jahrhunderten bis zu zeitgenössischen Werken zu entdecken, suchen ihresgleichen.

Höhepunkte der kommenden Spielzeit sind unter anderem Konzerte mit dem Minnesota Orchestra, dem St. Louis und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich sowie dem Philharmonia und dem Seoul Philharmonic Orchestra. Alban Gerhardt tritt außerdem in Hong Kong, Melbourne und Perth auf, zudem am King’s Place in London mit seinem „Cello Unwrapped”-Projekt.

Mit großer Leidenschaft teilt Alban Gerhardt seine künstlerischen Entdeckungen mit Zuhörern weit über die traditionellen Konzertsäle hinaus. So unternahm er Outreach-Projekte in Europa und den USA mit Aufführungen und Workshops in Schulen und Krankenhäusern, aber auch wegweisende Auftritte im öffentlichen Raum und Einrichtungen für jugendliche Straftäter. Seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn mit Liveauftritten auf den Hauptverkehrsstrecken in Deutschland beweist sein Engagement, traditionelle Hörgewohnheiten und Erwartungen an klassische Musik aufzubrechen.

Nach frühen Wettbewerbserfolgen begann die internationale Karriere Alban Gerhardts mit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov 1991. Seitdem hat er mit den führenden Klangkörpern weltweit musiziert, unter anderem mit dem Royal Concertgebouw, dem London Philharmonic, dem NHK Symphony, dem Cleveland, Philadelphia und Chicago Symphony Orchestra sowie dem Tonhalle-Orchester Zürich. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Kurt Masur, Christoph von Dohnányi, Christian Thielemann, Christoph Eschenbach, Myung-Whun Chung, Michael Tilson-Thomas, Esa-Pekka Salonen, Vladimir Jurowski, Kirill Petrenko und Andris Nelsons. Alban Gerhardt ist außerdem leidenschaftlicher Kammermusiker, unter seinen regelmäßigen Partnern sind Steven Osborne, Baiba Skride und Brett Dean.

Alban Gerhardt arbeitet mit vielen zeitgenössischen Komponisten zusammen, unter anderem mit Thomas Larcher, Brett Dean, Jörg Widmann und Matthias Pintscher. Im Frühjahr 2014 trat er zum dritten Mal mit den Berliner Philharmonikern auf und interpretierte das Cellokonzert von Unsuk Chin, das er schon bei den BBC Proms 2009 zu Welturaufführung brachte. Er vervollständigte außerdem eine wegweisende dreijährige Residenz beim Oregon Symphony Orchestra sowie ein auf ihn bezogenes Projekt in der Wigmore Hall London.

Alban Gerhardts CD-Einspielungen sind mehrfach ausgezeichnet worden. So gewann er dreimal den ECHO Klassik sowie die ICMA und MIDEM Classic Awards. Seine Aufnahme von Unsuk Chins Cellokonzert bei der Deutschen Grammophon wurde mit dem BBC Music Magazine Awards prämiert und für den Gramophone Award 2015 nominiert. Beim Label Hyperion Records hat er umfangreiche Aufnahmen veröffentlicht, unter anderem führte er die CD-Serie „Romantic Cello Concertos” an. Seine neueste Aufnahme von Rostropovichs „Encores” erscheint Anfang 2017.

Alban Gerhardt spielt ein Cello von Matteo Gofriller aus dem Jahr 1710.