Myriad, das im Englischen soviel bedeutet wie „unzählbar“, nennt Rebecca Saunders, Composer in Residence des diesjährigen Festivals, die Klanginstallation, die sie gemeinsam mit Martin Rein-Cano bei den „Sommerlichen“ präsentiert. Fast unzählbar sind die 2464 Spieldosen, die auf einer 19 m langen Wand installiert sind, myriad sind aber vor allem die klanglichen Variationen, die sich mit ihnen erzeugen lassen. Visuell nicht voneinander zu unterscheiden, birgt die Komposition von 54 verschiedenen Melodien unzählige Möglichkeiten akustischer Kombinationen. Myriad lädt die Besucher ein zur Interaktion, zum Mit-Komponieren kleiner Klanginseln und großer kollektiver Melodien.

Das Projekt entstand 2015 für die Architekturbiennale in Shenzhen (China) und wird nun nach Stationen in Hong Kong und Seoul in diesem Jahr  erstmals in Europa verwirklicht. In Kooperation mit den Schwetzinger Festspielen, wo es im Mai mit großem Erfolg zu erleben war, wurde eigens für die „Sommerlichen“ eine freistehende Variante gebaut. Zwei Wände stehen hier „Rücken an Rücken“, angepasst an die Kunsthalle Oktogon, einen besonderen, ehemals sakralen Ort in Hitzacker, der zum ersten Mal in das Festival integriert wird.

Die Installation ist vom 30. Juli bis zum 5. August zugänglich:
Montag bis Freitag von 11 – 13 Uhr und 17 – 19 Uhr (außer Do) sowie Sonnabend 11 – 13 Uhr

Zur Eröffnung am 30. Juli binden die jungen Musiker der Festival-Akademie sie in eine eigens für diesen Anlass entstehende Performance ein. Deren Uraufführung haben sie gemeinsam mit Rebecca Saunders erarbeitet. Wegen des begrenzten Platzangebotes gibt es gleich zwei Gelegenheiten, die Performance zu erleben: um 15.00 Uhr und um 17.00 Uhr.
Am 3. August wird die Klanginstallation zum "umspielten" atmosphärischen Zentrum der Late Night Lounge.