Anna-Lena Schnabel Quartett

© Steven Haberland

Die mehrfach ausgezeichnete (Jazzspatz, Hermann-und-Milena-Ebel-Preis, Praetorius Musikpreis, ECHO Jazz 2017) Hamburger Saxofonistin Anna-Lena Schnabel arbeitet mit ihrem Quartett kompositorisch an der Verschmelzung ungewöhnlicher und vertrauter Klänge zu einer eigenen Musik. Diese hält sich an kein musikalisches Idiom und kann sich in jede Richtung entfalten.

Ausgangspunkt ist das Jazzquartett. Auf der Suche nach einem neuen Jazz erweitert Anna-Lena Schnabel das Spektrum der Klangkörper oder reduziert es. Der Flügel wird präpariert und ungewöhnliche Instrumente verwendet. Die verschiedenen Klänge und Einflüsse verflechten sich schließlich zu Melodien, die sich dem Hörer intuitiv erschließen.

Emotionale und energetische Improvisationen der ebenfalls preisgekrönten beteiligten Musiker Florian Weber (Klavier) (ECHO Jazz, WDR Jazzpreis), Björn Lücker (Schlagzeug) und Giorgi Kiknadze (Bass) und die sprachlich emotionale Spielweise der Saxofonistin beleben das kompositorische Werk noch zusätzlich und machen diese Band rundum zu einem einzigartigen Hörerlebnis.
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Anna-Lena Schnabel (geb. 1989) studierte Saxofon an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg unter anderem bei Fiete Felsch, Wolf Kerschek, Mario Doktor und Frank Grabowski. Sie ist mehrfache Preisträgerin bei Jugend Jazzt und erhielt den Jazzspatz, den Praetorius Musikpreis, das „Eben-Stipendium“ sowie Stipendien für die New York Collective School und Live Music Now. Zudem war sie Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und der Dr. E. A. Langner-Stiftung.

In ihrer noch jungen Karriere entstanden u.a. Aufnahmen mit Thomas Morgan, Dan Weiss, Dominic Miller, Lars Danielsson, sowie der NDR Bigband. Auf der Bühne stand sie u.a mit Greg Osby, Jiggs Whigham, Kenny Wheeler, John Taylor, Maria Joao und Sammy Deluxe.

Anna-Lena Schnabel spielte im Bundesjugendjazzorchester (BuJazzO) und trat bereits mit den Hamburger Symphonikern als Solistin auf. Neben Auftritten bei renommierten Festivals wie JazzBaltica, dem Elbjazzfestival und dem Jazzfest Berlin spielt sie regelmäßig im Ausland – etwa in China, Australien, Frankreich, Polen, Russland, Türkei, Ungarn, Senegel und Guinea-Bissau.

Anna-Lena Schnabel wurde 2017 mit dem ECHO Jazz ausgezeichnet für ihr Debüt-Album „Books, Bottles & Bamboo“.