Lars Vogt – Klavier

© Giorgia Bertazzi

Lars Vogt hat sich als einer der führenden Pianisten seiner Generation profiliert. Er wurde 1970 in Düren geboren und machte erstmals auf sich aufmerksam, als er im Jahr 1990 den zweiten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Leeds gewann. Seine weltweite Karriere als Pianist dauert mittlerweile über 30 Jahre an.

Seine Vielseitigkeit als Künstler reicht von der Musik von Bach, Mozart und Beethoven über die Romantiker Schumann, Brahms, Grieg, Tschaikowsky und Rachmaninow bis hin zu zeitgenössischen Werken wie dem fulminanten Lutosławski-Konzert. Neben seiner hochkarätigen Karriere als Pianist ist Lars Vogt mittlerweile auch ein gefeierter Dirigent. Seit dem 1. Juli 2020 ist er neuer Music Director des Orchestre de chambre de Paris sowie künstlerischer Partner des Royal Northern Sinfonia, dessen Chefdirigent er für sechs Jahre war.

Als Solist führt Lars Vogt seine künstlerische Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Orchestern fort, so ist er in dieser Spielzeit unter anderem bei den Berliner Philharmonikern, Bamberger Symphonikern, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Dresdner Philharmonikern, Bergen Philharmonic Orchestra sowie beim Philharmonia Orchestra zu erleben. Als Dirigent ist Lars Vogt in der Saison 2020/21 bei den Nürnberger Symphonikern, NDR Radiophilharmonie, Orchestre national des Pays de la Loire sowie beim Real Filharmonía de Galicia zu erleben. In der jüngsten Vergangenheit dirigierte Lars Vogt u. a. das Kölner und Zürcher Kammerorchester, die Camerata Salzburg, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Niedersächsische Staatsorchester Hannover sowie das Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Mit dem Mahler Chamber Orchestra war Lars Vogt im Mai 2019 auf einer viel beachteten Europatournee, u. a. in Berlin, Frankfurt und Paris zu Gast.

Während seiner beachtlichen pianistischen Laufbahn musizierte Lars Vogt mit zahlreichen international führenden Klangkörpern, wie dem Orchestre de Paris, dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, den Berliner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, der Staatskapelle Dresden, den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonic Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem New York Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra, The Philadelphia Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra sowie dem NHK Symphony Orchestra.

Lars Vogt arbeitet mit den prägendsten Dirigenten unserer Zeit wie Daniel Harding, Paavo Järvi, Andris Nelsons, Sir Simon Rattle, Vladimir Jurowski, Christian Thielemann oder Robin Ticciati zusammen. Seine besondere Beziehung zu den Berliner Philharmonikern drückt sich in regelmäßigen gemeinsamen Projekten aus – in der Saison 2003/04 war Lars Vogt der erste „Pianist in Residence” des Orchesters überhaupt.

Besondere Begeisterung empfindet Lars Vogt für Kammermusik. 1998 gründete er sein eigenes Festival in Heimbach in der Eifel. Unter dem Motto „Spannungen“ finden hier Konzerte in einem alten Jugendstil-Wasserkraftwerk statt. Der enorme Erfolg dieses Festivals spiegelt sich vor allem in zahlreichen Live-Mitschnitten von Konzerten, welche bei den Labels EMI und CAvi erschienen sind. Partner wie Christian und Tanja Tetzlaff, aber auch Thomas Quasthoff und Julian Prégardien wirken regelmäßig mit.

Lars Vogt arbeitet eng mit dem Label Ondine zusammen, gemeinsam hat man in den letzten Jahren zahlreiche Alben veröffentlicht. Seine neueste Veröffentlichung mit der Einspielung von Brahms 2. Klavierkonzert mit dem Royal Northern Sinfonia kombiniert mit den Händel-Variationen erschien im April 2020 und wurde Concerto Choice beim BBC Music Magazine im August 2020 mit dem Vermerk „This is Brahms playing of the highest quality“. Seine vorherige Einspielung von Brahms 1. Klavierkonzert wurde ebenfalls vom Publikum und Kritikern gefeiert. Vergangene Aufnahmen widmeten sich den Werken Mozarts, Schuberts oder Bachs „Goldberg-Variationen“, wobei letztere nicht nur in der Presse hohe Anerkennung erfuhr, sondern auch in den Download-Charts unerwartete Erfolge feierte. Im Rahmen der ebenso stetig wachsenden Liste von Kammermusikalben erschienen bei Ondine unlängst die Violinsonaten von Brahms, Mozart und Schumann (gemeinsam eingespielt mit Christian Tetzlaff) und die für einen Grammy nominierte, gemeinsame Aufnahme von Brahms‘ Klaviertrios (zusammen mit Tanja Tetzlaff).

Lars Vogt ist es ein großes Anliegen, das aktive Musizieren zu einem essentiellen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens zu machen. Im Jahr 2005 rief er das Bildungsprojekt „Rhapsody in School“ ins Leben: Lars Vogt und Kollegen besuchen hierbei Schulen in ganz Deutschland und Österreich mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche mit inspirierenden Weltklassemusikern in Kontakt zu bringen. Darüber hinaus ist Lars Vogt als fundierter wie leidenschaftlicher Lehrer tätig, seit 2013 bekleidet er eine Professur für Klavier an der HMTM Hannover, wobei er Karl-Heinz Kämmerling nachfolgte, seinem früheren Lehrer und engem Freund.

Lars Vogt lebt gemeinsam mit seiner Frau, der Violinistin Anna Reszniak, und seiner Familie sowohl in Nürnberg als auch Berlin.

Veranstaltung mit dem Künstler am 31.7
Webseite des Künstlers

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