Auszug aus den Pressestimmen 2019

Sommerliche Musiiktage Hitzacker 2019 "... grenzenlos ..."

„Künstlerisch wertvolle 74. Sommerliche Musiktage in Hitzacker – Die außerordentliche Vielzahl (immerhin 25 Termine) und Vielfalt der anspruchsvollen Konzertangebote ist besonders hervorzuheben.“ – neue musikzeitung Juli/August 2019

„... Kirche und Konzertsaal [waren] in einer Weise ge- und vom Geist freundlicher Neugier erfüllt, von denen manche der aufgefü̈hrten Komponisten wohl ehedem kaum zu träumen gewagt hätten. Dieser erstaunliche Befund verwundert weniger, wenn man ihn im Kontext von [Oliver] Willes gesamter Dramaturgie sieht, die sich ohnehin kaum mit konfektionierter Festivalware aufhält.“ – FAZ 6.8.2019

„Wie der Aufbruch aus einer behäbig machenden Komfortzone das Hören und das Denken befreit, das stand bei den Sommerlichen Musiktagen immer im Fokus und bei der nun laufenden 74. Ausgabe ganz besonders.“ – Landeszeitung 29.7.19

„Besser konnte das Festival nicht beginnen: Die Eröffnungskonzerte der Sommerlichen Musiktage gerieten beide dermaßen gut, dass man ohne Superlative nicht mehr auskommt.“ – Cellesche Zeitung 30.7.2019

Nach den zwei Höhepunkten auf dem Hügel lud Oliver Wille noch zu einem Spätabend-konzert in die St. Johanniskirche, unten in der malerischen, von Fachwerkhäusern geprägten Altstadt von Hitzacker. Hier erlebten die Besucher eine faszinierende Begegnung seines Kuss Quartetts mit dem armenischen Duduk-Spieler Emmanuel Hovhannisyan. Vier sensible Streicher trafen da auf den zugleich sanften und rauen, wie von Schwermut verhangenen Bläser-Sound und nahmen mitunter dessen Färbung an; die Trennlinien zwischen Klassik und Volksmusik, zwischen Westeuropa und Kaukasus verschwammen, ganz im Sinne des Festivalmottos.“ – Hamburger Abendblatt 29.7.2019

„... das Violinrecital Gidon Kremers [ging] mit Werken des Polen Mieczyslaw Weinberg tief unter die Haut. Die Unerbittlichkeit, mit der er dessen erschütternde Solosonate op. 95 skandierte und die (dem Andenken seiner von den Nazis ermordeten Mutter gewidmete) sechste Violinsonate zum Epitaph erhob, steigerte Kremers Auftritt zum Ereignis.“ – Die Welt und Welt kompakt 1.8.2019

„Oliver Wille hat dem Publikum viele intensive Eindrücke beschert. Er möchte es dem Publikum nie leicht machen. Er möchte Konzerterlebnisse von Relevanz anbieten und das hat er auch geschafft, hat eine gute Mischung gefunden. Das Thema „ ... grenzenlos ...“ könnte ja leicht in Richtung Beliebigkeit abdriften, aber das Entscheidende für seine Programmgestaltung ist vielleicht: Als Geiger im Kuss Quartett, das das Festival auch fulminant eröffnete, ist er ein Künstlerveranstalter, der ganz genau darum weiß, was die Kolleginnen und Kollegen bewegt. Er weiß, warum er sie einlädt und lässt ihnen dann bewusst und gern Freiräume zur Ausgestaltung ihrer Ideen.“ – NDR Kultur 5.8.2019

„Bemerkenswert war, dass der Liedertag nach schleppendem Verkaufsbeginn gut besucht war und vor allem, dass das Konzept eines Liedertages mit Bezug zu politischen Propagandaliedern der DDR voll aufging. Lieder von Hanns Eisler oder Paul Dessau in Kontrast zu setzen zu aktuellen Liedern des gerade verstorbenen Georg Katzers und zu manipulativen politischen Liedern der DDR, das hatte schon etwas von einem Alleinstellungsmerkmal.“ – Cellesche Zeitung 6.8.2019

„Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker sind ihrem guten Ruf gerecht geworden. Das Konzert [Stimmen „unter dem Radar“ II] hat Lust auf mehr gemacht, das Programm war anspruchsvoll und ausdifferenziert.“ – Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil in der Elbe-Jeetzel-Zeitung 1.8.2019