Christoph Poppen – Dirigent

© Takao Komaru


Der Name Christoph Poppen steht seit Beginn seiner Dirigentenkarriere für innovative Programmatik und ein breit gefächertes Engagement für zeitgenössische Musik. Zahlreiche Gastdirigate führten ihn u.a. zu den Bamberger Symphonikern, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Sächsische Staatskapelle Dresden, Wiener Symphonikern, Orchestre Philharmonique de Radio France, Detroit und Indianapolis Symphony Orchestras, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, New Japan Philharmonic, Singapore Symphony Orchestra, Camerata Salzburg und zu Festivals wie der Biennale in Venedig.

In der Saison 2017/2018 pflegte Poppen weiter seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Kölner Kammerorchester als dessen Chefdirigent und mit der Hong Kong Sinfonietta als Principal Guest Conductor. Er debütierte mit dem Seoul Philharmonic Orchestra und dem Het Residentie Orkest, Wiedereinladungen führten ihn zum Nederlands Philharmonisch Orkest, der Deutschen Radiophilharmonie Kaiserslautern, Orchestre de Pays de Savoie und dem Thailand Philharmonic Orchestra.

Poppen gilt als äußerst gefragter Operndirigent, zuletzt dirigierte er sehr erfolgreich Mozarts Entführung aus dem Serail am Aalto Theater in Essen und leitete Neuinszenierungen von Glucks Iphigénie in Aulis an der Staatsoper Stuttgart. 2016 betreute er eine Neuproduktion von Mozarts Don Giovanni am Teatro Carlo Felice in Genua. An der Oper Frankfurt dirigierte er konzertante Aufführungen von Bizets Perlenfischern und die Wiederaufnahme der Zauberflöte, ebenso war er durch die musikalische Leitung von Sing für mich, Tod über den Komponisten Claude Vivier mit der musikFabrik bei der RuhrTriennale in Gelsenkirchen aufgefallen. Außerdem leitete er 2016 die konzertante Aufführung von Webers Oberon an der Oper Köln.

Christoph Poppen hatte im Lauf der Jahre einige bedeutende Chefpositionen in Deutschland inne. Von 1995 bis 2006 war Christoph Poppen Dirigent und künstlerischer Leiter des Münche­ner Kammerorchesters, dem er in kürzester Zeit ein neues Profil verlieh. Seine unver­wechselbare Programmatik, die auf der Gegenüberstellung von klassischem und zeitgenössischem Repertoire basierte und viele Auftragswerke beinhaltete, fand inter­national Beachtung.

Im August 2006 wurde Christoph Poppen zum Chefdirigenten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken ernannt, von 2007 bis 2011 dann Chefdirigent der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern. Christoph Poppen ist künstlerischer Leiter des hoch erfolgreichen Internationalen Musikfestivals Marvão in Portugal, das er 2014 ins Leben rief.

Christoph Poppen war Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Detmold und in der Folge an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, deren Rektor er war zwischen 1996 und 2000. Von 2001 bis 2005 war Christoph Poppen künstlerischer Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. Seit 2003 ist er Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater München.