ensemble mosaik

© Sandra Schuck


Das ensemble mosaik hat sich seit seiner Gründung 1997 als besonders vielseitige und experimentierfreudige Formation zu einem renommierten Ensemble für zeitgenössische Musik entwickelt. Seine Mitglieder zeichnen sich nicht nur durch ihre instrumentalen Fähigkeiten, sondern auch durch ihre kreative Individualität und Experimentierfreudigkeit aus. In langjähriger Zusammenarbeit haben sie einen profilierten Klangkörper geschaffen, der auf höchstem künstlerischen Niveau Offenheit gegenüber verschiedensten Konzeptionen zeitgenössischer Musik beweist.

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Chatschatur Kanajan – Violine, geboren 1971 in Moskau, ist seit 1998 Mitglied des ensembles mosaik. Er studierte Violine in Moskau, Dresden und Berlin, unter anderem bei Marina Jaschwili und Ilan Gronich. Es folgte ein Dirigier- und Kompositionsstudium bei Friedrich Goldmann an der Universität der Künste Berlin. Kanajan war Stipendiat der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart und der Cité Internationale des Arts in Paris und erhielt den 1. Preis für Interpretation beim Hanns Eisler Preis für Komposition und Interpretation. Er war von 1997 bis 2007 Mitglied des Kairos Quartetts, seither ist er regelmäßiger Gast bei der musikFabrik, beim Neuen Ensemble und beim Ensemble Insomnio (NL). 2002 debütierte Kanajan als Operndirigent mit Flut von Boris Blacher im Stadtbad Prenzlauer Berg in Berlin, 2006 und 2010 übernahm er die musikalische Gestaltung und das Dirigat der Hip H’Operas Così fan tutte an der Komischen Oper Berlin und Der Rap des Nibelungen am Theater Freiburg. Seit 2008 ist er Dirigent des european music projects. Als Komponist erhielt er Aufträge des Berliner Senats und des Berliner Festivals UltraSchall und schuf unter anderem für das ensemble mosaik und das Kairos Quartett Kompositionen, Performances und Installationen wie Edles Tropfen in Kernspaltung (2003), 16-Zylinder (2004), super strings (2004), Abbatte Gattonis Erben (mit Janine Wildhage, 2005) und Die Glasglocke (2007/2009). Mit dem ensemble mosaik gastierte er bei vielen der wichtigsten internationalen Festivals für zeitgenössische Musik und wirkte bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen mit.

Mathis Mayr – Violoncello, geboren 1972, ist seit 2008 Mitglied des ensembles mosaik. Er studierte Cello bei Uzi Wiesel in Sydney/Australien und an der Hochschule für Musik in München. 2005 wurde Mathis Mayr mit dem Förderpreis für Musik der Stadt München ausgezeichnet. Sein musikalisches Interesse und sein Repertoire umfassen Werke von der Renaissance- und Volksmusik bis zu zeitgenössischen Kompositionen, vom Jazz bis zum Flamenco. So spielte er Improvisationskonzerte mit Sebastiano Tramontana, Gunnar Geisse und Christoph Reiserer, Tanztheaterprojekte mit Monica Gomis und Mikel Aristegui, als Solist Cellokonzerte von Schumann und Dvorák, sowie zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen. Er trat mit Carl Oesterhelt bei den Musiktheaterproduktionen Die Perser und Konzert zur Revolution der Münchner Kammerspiele sowie Westwärts auf der Ruhrtriennale 2008 auf. Interessensschwerpunkte finden sich außerdem bei experimenteller elektronischer Musik, historischer Aufführungspraxis und mikrotonaler Musik. Gemeinsam mit dem Flötisten David Eschmann hat er das Duo Canto dei Sass’ gegründet, das sich dem traditionellen Liedgut des Alpen- und Mittelmeerraums widmet. Er gastierte mit dem Sachiko Hara Quintet auf dem Festival Jazz Lines in München und mit der chinesischen Sängerin Gong Linna bei zahlreichen Weltmusikfestivals. Mit einer Reihe weiterer Ensembles (ensemble pianopossibile), zuletzt aber vor allem mit dem ensemble mosaik, gastierte er bei vielen der wichtigsten internationalen Festivals für zeitgenössische Musik und wirkte bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen mit.

Ernst Surberg – Klavier, geboren 1966 in Münster, ist Gründungsmitglied des ensembles mosaik. Als Stipendiat der Käthe-Dorsch-Stiftung studierte er Klavier bei Rolf Koenen und Alan Marks an der Universität der Künste und der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Im Anschluss an das Studium gab ein Meisterkurs für zeitgenössische Klaviermusik bei Jeffrey Burns die Initialzündung für Surbergs intensive Beschäftigung mit der Neuen Musik. Neben seinem Engagement beim ensemble mosaik – gemeinsam mit der Flötistin Bettina Junge ist er auch für die Geschäftsführung zuständig – arbeitet Surberg seit 2006 mit dem Komponisten und Schlagzeuger Michael Wertmüller und dem Bassisten Martin Pliakas an dem genreübergreifenden Bandprojekt noch#2, das Gastmusiker wie Marian Gold, Jaki Liebezeit, Manuel Liebeskind, Jan Werner und Andi Thoma einläd. In diesem Zusammenhang begann Surberg auch selbst zu komponieren und brachte eigene Werke zur Aufführung. Zuletzt schrieb er die Musik zu drei Theaterstücken am Schauspiel Köln, für Der letzte Riesenalk und wozuwozuwozu mit Anna Viebrock, sowie für Warten auf Godot (Regie: Thomas Dannemann). Als Solist sowie mit Ensemble und Orchester spielte Surberg zahlreiche Uraufführungen – unter anderem Werke von Stefan Streich, Michael Beil, Enno Poppe, Klaus Lang, Agostino DiScipio, Andrew Hamilton und Sergej Newski. Mit dem ensemble mosaik gastierte er bei vielen der wichtigsten internationalen Festivals für zeitgenössische Musik und wirkte bei zahlreichen Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen mit. Ernst Surberg war von 2007 bis 2011 Vorstandsmitglied der Initiative Neue Musik Berlin.