Liebe Kammermusikfreunde!

Ich gestehe, er ist mein Lieblingskomponist – wahrscheinlich bin ich damit nicht allein! Und es klingt auch nicht überraschend, wenn ich hier berichte, wie sehr schon das erste Hören der Eroica, die erste Begegnung mit den Rasumowsky-Quartetten, das erste Klavierkonzert in der Kindheit mich fasziniert haben, ohne auch nur annähernd die Dimensionen dieses Schaffens erahnt zu haben.„Seine unergründliche Besonnenheit", wie Schubert schreibt, aber auch seine strotzende Kraft und berührende Zartheit, sein Gestaltungswille, seine Visionen lassen mich nicht los. Für Quartettspieler ist der Steichqartett-Zyklus wie eine Bibel.

Nach zwei Jahren des Abtastens und Austestens im Wunder-vollen Hitzacker möchte ich in diesem Sommer – bewusst nicht erst im Gedenkjahr 2020 – nun dieses Abenteuer wagen: BEETHOVEN!

Der Quartettzyklus mit meinen Kollegen vom Kuss Quartett unter der Lupe von Michael Stegemann oder Valentin Erben; op. 135 inszeniert; renommierte Künstler wie Alexander Lonquich, Rudolf Buchbinder, Nicolas Altstaedt, Camilla Tilling mit Paul Rivinius, das Trio con Brio Copenhagen, Christian Tetzlaff und Lars Vogt als Interpreten: All dies verspricht neues Entdecken und Erleben des vermeintlich Bekannten. Das STEGREIF.orchester, die Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs und das „Labor Beethoven 2020“ der Akademie der Künste Berlin mit neun jungen Komponisten sorgen für weitere Herausforderungen und Überraschungen rund um den Giganten. Im Oktogon gründen wir den Beethoven Salon, er soll Raum für Wagnisse sein, „Ludwig on Tour“ lockt mit jungen Künstlern und und und – Beethoven à la Hitzacker eben ... Ich freue mich sehr darauf!

Ihr Oliver Wille, Intendant