In der Hörer-Akademie werden ungewohnte Einblicke in das Festivalprogramm eröffnet, Werke genauer unter die Lupe genommen oder Komponisten in Werkstattkonzerten vorgestellt. Künstler und Publikum treffen dabei ganz zwanglos aufeinander.


Montag 29.7, 11.00 – St. Johannis-Kirche Hitzacker (Elbe)
Hörer-Akademie I: Begegnung mit Gidon Kremer
Gidon Kremer, Eleonore Büning – Moderation
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Der Geiger Gidon Kremer ist unbestritten einer der wichtigsten Interpreten des 20. und 21. Jahrhunderts. Besondere Impulse, nicht nur als prägender Begründer des Festivals im burgenländischen Lockenhaus, hat er im Bereich der Kammermusik gesetzt. Außerdem steht der 1947 im damals sowjetischen Riga geborene lettisch-deutsche Musiker wie kaum ein anderer für die Überwindung von Grenzen – im musikalischen wie im kulturpolitischen Sinne.


Dienstag 30.7, 14.30 – St. Johannis-Kirche Hitzacker (Elbe)
Hörer-Akademie II: Stimmen „unter dem Radar”– Eisler!
Steffen Schleiermacher – Klavier, Moderation u.a.
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Eingebunden in den Liedertag der „Sommerlichen“ hat der Komponist und Dirigent Steffen Schleiermacher, der sich als Pianist auf unzähligen CD-Produktionen maßstabsetzend für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts eingesetzt hat, ein Gesprächskonzert konzipiert, das sich dem wohl bedeutendsten ostdeutschen Komponisten annähert. Unter anderem lässt er darin in einem fingierten Selbstgespräch Hanns Eisler gewitzt zu Wort kommen.


Mittwoch 31.7, 14.30 – St. Johannis-Kirche Hitzacker (Elbe)
Hörer-Akademie III: Porträt Enno Poppe
Enno Poppe – Komposition, Moderation
Oliver Wille – Violine
Musiker des ensemble mosaik: Chatschatur Kanajan – Violine, Mathis Mayr – Violoncello, Ernst Surberg – Klavier
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Enno Poppe, 1969 im Sauerland geboren, ist einer der wichtigsten deutschen Komponisten der mittleren Generation. Der Leiter des Berliner ensemble mosaik erhielt bereits Kompositionsaufträge von den Salzburger Festspielen, dem Ensemble intercontemporain, von Ensemble Modern und Ensemble Musikfabrik, vom Klangforum Wien, dem SWR für die Donaueschinger Musiktage. Für Oliver Wille hat er ein Violine-Solo-Werk aus seinem neuesten Großprojekt herausdestilliert. Die Uraufführung wird neben weiteren Werken Poppes zu hören sein.


Freitag 2.8, 14.30 – St. Johannis-Kirche Hitzacker (Elbe)
Hörer-Akademie IV: Quartettlupe zu Lutosławskis Streichquartett
Oliver Wille – Moderation, Noga Quartet – Streichquartett
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Der polnische Altmeister Witold Lutosławski zählt zu den wichtigsten Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine immer auch emotional zündende Musik experimentiert mit atonalen Harmonien und der fein dosierten Einbindung von Zufallsmomenten, der Aleatorik. Dies gilt besonders für sein legendäres Streichquartett, 1965 vom La Salle Quartett uraufgeführt. Wie sich die 51 Klangfeld-Sektionen des Werks zusammensetzen und die Spieler die Zufallsmomente koordinieren, versuchen Intendant Oliver Wille und das Noga Quartett zu zeigen.


Sonnabend 3.8, 14.30 – VERDO Konzertsaal (Eintritt frei)
Hörer-Akademie V: Neue Wege, neue Formen
Possehl-Preisträger stellen ihre Arbeiten vor

Die Possehl-Stiftung richtet an der Musikhochschule Lübeck seit diesem Jahr einen neuen Wettbewerb aus, der zukünftig
alle zwei Jahre stattfinden soll: den Possehl-Preis für Neue Musik. Den ersten Possehl-Wettbewerb für Neue Musik hat die Studentin Irini Aravidou für sich entschieden. Die 22-jährige Griechin, die in der Schlagzeugklasse von Professor Johannes Fischer studiert, hat die Jury mit ihrer audiovisuellen Performance „Hands“ überzeugt. Den ersten Preis erhielt sie für ihre Kreativität in Konzept und Aufführung. Nun ist sie mit ihrer Performance, bei der menschliche Hände mit ihrem vielfältigen musikalischen und gestischen Umgang im Mittelpunkt stehen, bei den Sommerlichen Musiktagen zu erleben. Unterstützt
wird sie von Orestis Papaioannou – Klarinette, Santa Bukovska – Saxofon, Benny Janisch – Klavier und Anastasia Lakka-Boni – Schlagwerk.