Aleíx Martínez – Tänzer / Choreograf
Aleix Martinez (*1992) gab 2012 sein Debüt als Choreograf mit „Trencadis“, einem Stück, das er für das Schauspielhaus Hamburg schuf und für das er den „Tanz“-Preis in der Kategorie „Junge Talente“ erhielt. Seitdem arbeitet er freiberuflich mit zahlreichen Festivals, Institutionen und Tanzkompanien zusammen, darunter das Festival Sant Pere de Rodes, das Festival Castell de Perelada, die Fundació Joan Miró, IT Dansa, die Antoni-Tàpies-Stiftung, das Hamburg Ballett, das Festival Dansàneu, die Fira Mediterrània oder die Hamburger Kunsthalle.
2018 gründete er die Plattform „ManNera Dansa“, mit der er neue künstlerische Projekte durch die Interaktion zwischen verschiedenen bildenden Künsten und Künstlern entwickelt. 2019 wurde er beauftragt, das Hamburg Ballett international in London zu vertreten, und schuf „Seelen Spiel“ für „International Draft Works“ im Linbury Theatre.
„Shakespeare Sonnets“ (2019), sein erstes Werk für das Hamburg Ballett, wurde an der Staatsoper Hamburg uraufgeführt und bildete den Auftakt zur 45. Ausgabe des Festivals „Hamburger Ballett Tage“. Im Jahr 2020 begann er eine künstlerische Residenz bei der Stiftung PoolHaus Blankenese, einer Institution, die „Bunker“ (2021) präsentierte, eine Koproduktion mit der Antoni-Tàpies-Stiftung (Barcelona). Im Jahr 2022 wurde er zum künstlerischen Leiter des Festival Franquesa (Barcelona) ernannt, wo er in Zusammenarbeit mit verschiedenen katalanischen Folkloregruppen wie l’Esbart Català de Dansaires, den Falcons of Barcelona oder l’Avalot Teatre die Stücke „POLS“ (2022) und „PUR“ (2023) präsentierte. „RONIN“ (2023), eine Kreation für die UMA Dance Company (Genf), war ein Projekt, das urbane Kulturen, Reiten, Parkour und Tanz miteinander verband.
Architektur und Malerei, im Dialog mit der Bewegung, sind eine große Inspiration und Ausgangspunkt für viele seiner Werke. So entstanden mehrere ortsspezifische Arbeiten wie „JOC“ (2024) für die Joan-Miró-Stiftung (Barcelona), „The Wanderers“ (2023) für die Hamburger Kunsthalle, „BUNKER“ (2021) für die Antoni-Tàpies-Stiftung (Barcelona) oder „ORIGENS“ (2015) für das Caves of Salnitre/Gong Festival (Barcelona).
Im Jahr 2024 präsentierte er „BITERNA“, ein vom Dansàneu Festival und der Fira Mediterrània produziertes Werk, das für IT DANSA (Regie: Catherine Allard) entstand und an dem der Nationale Jugendchor Kataloniens sowie der Musiker Arnau Obiols mitwirkten; dafür erhielt er den Preis „Premis Alícia 2025“ und den „VII Premis Anselm Clavé“. „Terra Llaurada“ (2024) war ein Auftragswerk des Festivals Castell de Perelada. „EL RETAULE DE SANT MARTÍ " (2025) ist ein Werk, das vom Dansàneu Festival in Zusammenarbeit mit dem Chor von Cererols produziert wurde und im Zusammenhang mit der kürzlichen Wiederentdeckung eines Fragments des gotischen Altarbildes (15. Jahrhundert) von Sant Martí d’Escalarre (Guingueta d’Àneu) steht, das Ende 2024 von der Generalitat erworben wurde und hundert Jahre später in die Region zurückgebracht wurde. „WEGE“ (2025) war ein Auftragswerk für das Hamburger Kammerballett. „ÄTHER“ (2025) war ein Auftragswerk für das Hamburg Ballett.
Als Tänzer begann er seine Tanzausbildung in seiner Heimatstadt Barcelona, wo er an verschiedenen Produktionen der Compagnie von Sta. Coloma de Gramenet David Campos mitwirkte. Im Jahr 2006 zog er nach Marseille (Frankreich), um seine künstlerische Ausbildung fortzusetzen und diese mit Kursen an anderen internationalen Einrichtungen wie „The Place“ in London oder bei Rosella Hightower (Cannes) zu verbinden. 2008 setzte er seine Ausbildung an der Balletschule des Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier fort, wo er später Mitglied des Ensembles wurde und seit 2020 zum Ersten Solisten ernannt wurde. Er wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter der Prix de Lausanne 2008, der Leonide-Massine-Preis von Positano 2008, der von der Casa de la Danza in Logroño verliehene Preis „Friends of Honor“ sowie der Oberdorffer-Preis im Jahr 2014.
Er hat eng mit dem Choreografen John Neumeier zusammengearbeitet und mehrere Werke speziell für ihn geschaffen, darunter „Anna Karenina“ (2017), „Beethoven Project I“ (2019), „Beethoven Project II“ (2021) oder „Dona Nobis Pacem“ (2022), während er gleichzeitig eigenständig mit verschiedenen internationalen Choreografen wie Thiago Bordin, William Forsythe, Yuka Oishi oder Marco Guido zusammengearbeitet hat.
Veranstaltung mit dem Künstler am So 2.8