Andreas Grau und Götz Schumacher – Klavierduo
"Das muss man erstmal hinkriegen. Das GrauSchumacher Piano Duo hat das Klavierspiel für vier Hände perfektioniert. […] Das Entscheidende ist die Freiheit, die sie dadurch im Konzert, im Moment des Musizierens erreichen. Man könnte auch sagen: Perfektion ist für die beiden lediglich eine Grundlage, wirklich Musik zu machen." (Süddeutsche Zeitung)
Klug zusammengestellte Programme und ein ausgeprägter künstlerischer Entdeckergeist sind die Markenzeichen von Andreas Grau und Götz Schumacher, die sich als eines der international renommiertesten Klavierduos etabliert haben. Ihr Zusammenspiel am Klavier lässt sie als musikalische Seelenverwandte erscheinen. Die souveräne Beherrschung der Instrumente, verbunden mit einer nuancierten und ausdrucksstarken Musikalität, verleiht ihren Konzerten – ob mit Werken von Schubert oder Stockhausen – besondere Eindringlichkeit.
Als regelmäßiger Gast bei den internationalen Festivals und Konzerthäusern arbeitetet das Duo mit seinem weit reichenden Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten mit Dirigenten wie Michael Gielen, Markus Stenz, Emanuel Krivine, Kent Nagano, Andrej Boreyko und Zubin Mehta zusammen. Es konzertierte mit allen deutschen Rundfunkorchestern, dem Radiosymphonieorchester Wien und dem Orchestre Philharmonique de Radio France sowie beim Enescu Festival Bukarest, dem Musikfest Berlin, an der Wigmore Hall London, der Kölner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, der Elbphilharmonie Hamburg, am Wiener Konzerthaus, an der Tonhalle Zürich, an der Franz Liszt Akademie Budapest, dem De Doelen Rotterdam, dem Concertgebouw Brugge oder der Suntory Hall Tokio.
Jüngste Einladungen führten das Duo unter anderem an die Philharmonie Berlin, die Liederhalle Stuttgart, das Konzerthaus Berlin, zu den Schwetzinger SWR Festspielen, zum Klavierfestival Ruhr und zu den Wittener Tagen für neue Musik, sowie in der laufenden Spielzeit zur styriarte Graz, den Musikfestspielen Saar, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Time:Spans Festival New York. Als Artists-in-Residence beim Orquestra Sinfónica do Porto an der Casa da Música präsentierte das Duo 2022 seine Stilsicherheit von der Klassik bis zur neuesten Musik: Über das Jahr verteilt brachten die beiden Pianisten die Konzerte von Bach, Mendelssohn, Poulenc und Wolfgang Rihm zur Aufführung und arbeiteten dabei >mit Dirigent:innen wie Michael Sanderling, Sylvain Cambreling und Rebecca Tong zusammen.
Über ihre Aufführungen bekannter Orchesterkonzerte hinaus ist das GrauSchumacher Piano Duo stets auf der Suche nach neuen Ideen, um das Repertoire für zwei Klaviere und Orchester zu erweitern. So initiierte es unter anderem ein Arrangement von Franz Liszts berühmtem Concerto Pathétique für zwei Klaviere und Orchester durch Stefan Heucke, das in der aktuellen Saison gemeinsam mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen auf dem Programm stand. Mit dem DSO Berlin interpretierten sie unter der Leitung von Marc Albrecht Claudio Ambrosinis Plurimo als deutsche Erstaufführung. Angeregt durch das virtuose und feinfühlige Spiel des Duos haben einige der wichtigsten zeitgenössischen Komponisten neue Konzerte für Andreas Grau und Götz Schumacher geschrieben, zuletzt Peter Eötvös, Philippe Manoury, Luca Francesconi und Isabel Mundry. Auch im Rezitalbereich bringt das Duo laufend neue Werke zur Aufführung, zuletzt von Brigitta Muntendorf, Bernd Richard Deutsch, Johannes Maria Staud und Ming Tsao.
Neben ihren Rezital- und Orchesterauftritten verwirklichen Andreas Grau und Götz Schumacher regelmäßig interdisziplinäre Kunst- und Musikprojekte. So intensivieren sie die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Ulrich Noethen: neben ihrem vielgelobten gemeinsamen Schubert-Programm brachten die drei Künstler kürzlich Stefan Litwins Monodrama nach Jean Pauls Flegeljahren zur Uraufführung und stellten ein neues Schostakowitsch-Programm vor, das auf Julian Barnes‘ The Noise of Time basiert. Den Hang zu ausgefeilten Programmkonzepten dokumentieren die zahlreichen mehrfach ausgezeichneten CD-Einspielungen des Duos, unter anderem in einer eigenen Reihe beim Label Neos. Die mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin aufgenommene Serie Concerti I-III mit Werken von Bach und Mozart über Poulenc bis Adams steht dabei neben „Referenzeinspielungen“ (Fono Forum) wie Fantasias (Schubert, Purcell/Kurtág, Mozart/Busoni, Skrjabin und Rachmaninow) oder Stockhausens Mantra („exemplarisch“, Piano News). 2021 erhielt das Duo für Christophe Bertrands Vertigo mit dem WDR Sinfonieorchester unter Peter Rundel den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.
Konzert mit den Künstlern am Mi 29.7