Freitag 31.7

11:11 St.-Johannis-Kirche, Eintritt frei
Elf nach Elf

Chorsingen für ALLE – Abschluss
SMH Festivalchor und -Orchester
Gudrun Schröfel Leitung

Das morgendliche gemeinsame Singen von Festivalpublikum und Einheimischen mündet traditionell bei den Sommerlichen Musiktagen in ein fröhliches kleines Konzert in der Altstadt-Kirche, zu dem auch Instrumentalisten hinzustoßen.

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17:05 VERDO Konzertsaal
Fünf nach Fünf

"Haydn jazzt"
Till Brönner – Trompete
Frank Chastenier – Klavier

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Geschrieben für die damals neu entwickelte Klappentrompete, nutzt Haydns Trompetenkonzert in Es‑Dur erstmals den vollen Tonumfang des Instruments – elegant, leichtfüßig und virtuos. Haydns funkelndes Spätwerk bildet den idealen Ausgangspunkt für diesen Jazz‑Nachmittag: Till Brönner, dessen lyrischer Ton und unverwechselbare Klangkultur ihn zu einem der prägenden Trompeter unserer Zeit gemacht haben, und Frank Chastenier, ein Meister der nuancierten Farben und der atmenden Linien am Klavier, verweben ihre Stimmen zu einem Dialog von großer Intensität und Leichtigkeit. Beide verbindet ein feines Gespür für melodische Eleganz und subtile Schattierungen, was ihre Improvisationen zugleich frei, konzentriert und tiefgründig wirken lässt. So entsteht ein frühabendliches Konzert von besonderer Strahlkraft, in dem sich die Zwischentöne des Jazz mit dem Esprit von Haydns Musik auf natürliche Weise begegnen.

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20:08 VERDO Konzertsaal
Acht nach Acht

"Verwirrungen in den Ansichten der Dinge" (Haydn und Lawrence Sternes „Tristram Shandy“)
Udo Samel – Lesung
Kuss Quartett

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Das Zeitalter der Aufklärung hatte seine eigene Vorstellung von Humor und Witz. Während "Humor" noch auf die antike Lehre von den Körpersäften verweist und im Grunde jede Art von Laune bezeichnet, war „Witz“ in der feinsinnigen Literatur der englischen Musiktheoretiker ein Kind des Geistes und stand für Einfallsreichtum, Esprit und Erfindungsgabe. Der Romanautor Laurence Sterne hat mit seinem Buch "Leben und Ansichten des Tristram Shandy, Gentleman" einen Meilenstein der humoristischen Erzählung “komponiert": ironisch, sprunghaft, einfallsreich und auf eine ganz hintergründige Art sogar weise. Haydn kannte den Roman – und vieles deutet darauf hin, dass sein heute so berühmter musikalischer Humor genau aus diesem Verständnis von Witz erwuchs. So wundert es vielleicht nicht, dass wir an diesem Abend den Text mit seinen Werken verbinden - schließlich üben sich beide in der raffinierten Kunst, mit den Erwartungen des Publikums zu spielen. Udo Samel liest Sternes „Tristram“, das Kuss Quartett interagiert mit zwei von Haydns berühmten Streichquartetten.

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